Der Lotse

   

    Eine überkonfessionelle Orientierungshilfe für fragende Christen 

 

  „Kardinal Meisner mahnt zur

Neubesinnung..."

 „Sonntags Report“

 Leer - Mai 2002

 

Köln (AP).

 

Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner hat den Überdruss als  
„Erkennungszeichen einer nicht mehr begeisterungsfähigen Kirche und Welt“  
angeprangert.

 

Wenn man den Geist Gottes einzugrenzen versuche, dann erstarre die Kirche in Strukturen und Institutionen.  

„Das gelangweilte Gähnen wird Hausmarke des modernen Menschen.

Alles was ohne Gottes Geist getan wird, mag zwar nach außen einen tollen Eindruck schinden und großartig klingen, 
doch innen ist es hohl, verkalkt, versteinert, erstarrt“,
schrieb Meisner.

     

Inhalt:

1.   Vorwort

Wie es zur Herausgabe von   „Der Lotse“   kam und was er bezwecken soll.

2.  Lebenszeugnis des Herausgebers

Andreas Flachowsky, ehemaliger Pfarrer aus der früheren DDR, berichtet über seinen Werdegang.

3.   Die Organische Christus Generation  ( OCG )

"Wir sollen alle hineingelangen zur Einheit des Glaubens und zur Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmass des Wuchses der Fülle Christi. Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein!“ (Eph. 4.13f)

4.   Vertreter der OCG bei Dr. theol. Harald Lamprecht in Dresden

Eine Wiedergabe protokollarischer Aufzeichnungen vom Selbstverständnis der OCG gegenüber dem sächsischen Arbeitskreis für Konfessionsforschung (Sektenberatung).

5.   „Werde wach und stärke das übrige, was sterben will“ Offenbarung 3, 2

Ein Plädoyer für Herrn Ivo Sasek nach seiner Festnahme im Jahr 2001 mit wichtigen Informationen über den Ursprung der Ökumene .

6.   Zeugnisse von Wiederherstellungen

Zeugnisse anderer Geschwister über das, was durch den Dienst von Ivo Sasek in ihrem Leben geschehen ist.

 

 


 

1. Vorwort
Inhaltsverzeichnis
 

Wie es zur Herausgabe von  „Der Lotse“ kam und was er bezwecken soll.

 

Als ehemals evangelisch - lutherischer Pfarrer erlebe ich es immer wieder als besonders schmerzlich, wenn ich von allen Seiten zu spüren bekomme, wie man mit Christen umgeht, die nicht im Vereinsregister eingetragen sind. Jeder, der nicht auf irgendeine Weise im ökumenischen Rahmen wiederzufinden ist, gerät zwangsweise - und das im zunehmendem Maß leider auch von Christen - unter den Verdacht, ein Sektierer zu sein. 

Kirchlich beauftragte Sektenberatungsstellen, die man jetzt schon von Haus aus per Mausklick im Internet zu Rate ziehen kann, erhärten einem dann auch gleich noch die persönlichen Vermutungen. Um das diabolische Treiben noch perfekt abzurunden, benutzt man heute sämtliche Medien, um mit allen Mitteln ihrer Kunst diese Christen neuerdings als gefährliche Fundamentalisten zu brandmarken. 

Plötzlich merke ich, wie ich in den Sog des öffentlichen Bewusstseins gerate, der mich geradezu mundtot und wehrlos machen will. Zunehmend komme ich mir vor, als wird mir eine Art „Judenstern“ unsichtbar eingebrannt. Irgendwie wird man gemieden. So entsteht eine Eigendynamik, die man verbal, also mit guten Worten, nicht mehr aufhalten kann. Ich bekomme den Eindruck nicht mehr los, dadurch in ein gewisses gesellschaftlich - kulturelles Getto abgedrängt zu werden. 

Zwangsläufig gerät man dadurch ungewollt in die Isolation. Obwohl es von keinem beabsichtigt wird, funktioniert es genauso. Hier ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit. In Hamburg ist eine unserer Evangelisationen geplant. Da ich kein von der Landeskirche „abgesegneter“ Pfarrer mehr bin und wir auch nicht über einen Vereinsstatus verfügen, zählt das ganze Unternehmen nur als Privatveranstaltung. Werbungen, wie sie jeder Wanderzirkus macht, werden uns als ungesetzlich untersagt. Anderer Orts genügt das Bild von Ivo Sasek auf dem Plakat schon, um in der Tagespresse vor dieser Veranstaltung zu warnen. 

Vor einem Jahr spitzte sich die Lage für die Familie Sasek derart zu, dass ich unwillkürlich als ehemaliger DDR Bürger an die unheilvollen Machenschaften der Stasi erinnert werde. Lesen Sie bitte mehr dazu unter Punkt 5: „Werde wach und stärke das übrige, was sterben will“

„Der Lotse“  ... übrigens möchte auch nicht weniger als dies bezwecken:

Herumirrende und entmutigte Christen wachrütteln und sie vor dem geistlichen Sterben bewahren.  

Wie ich auf diesen Weg gelangt bin, erfahren Sie gleich im nächsten Kapitel. Unter der übernächsten Überschrift erfahren Sie dann mehr über die „Organische Christus - Generation“, der ich mich nach sieben jähriger Prüfung 1998 verbindlich angeschlossen habe. Wie diese sich selbst versteht und sich einer kirchlichen Kommission gegenüber freiwillig dargestellt hat, erfahren Sie im vierten Abschnitt. 

„Der Lotse“  wird von mir persönlich verantwortet.

Für ehrliche und brieflich zugesandte  Rückfragen stehe ich im Rahmen meiner mir verbleibenden Zeit gern zur Verfügung. Auch über die Zusendung aktueller Informationen - möglichst mit Quellenangabe - würde ich mich freuen, die dann gegebenenfalls im Lotsen veröffentlicht werden könnten. 

„Der Lotse“

Auch in Zukunft ist mir dabei besonders wichtig, der einseitigen Berichterstattung entgegenzutreten und Informationen weiterzugeben, die für jeden Christen wissenswert und wichtig sind, aber in aller Regel verschwiegen werden. Damit will ich nicht andere Kirchen und Gemeinden angreifen, sondern lediglich meine eigene Isolation  durchbrechen und Suchenden als ein Lotse den Hafen zeigen, den Gott mich hat finden lassen. 

Andreas Flachowsky  
Juister Weg 6
D 26789  LEER



  

2. Das Lebenszeugnis  des Herausgebers
Inhaltsverzeichnis
 


„Bevor ich gedemütigt wurde, irrte ich“    Psalm 119, 67a                                                                                                

           -   Das  Lebenszeugnis  eines ehemaligen  Pfarrers  der  früheren  DDR   -

 

  

In Sprüche 2, 7 heißt es: „ER läßt es den Aufrichtigen gelingen.“   (nach Luther)   

Die aufrichtige Suche als lutherischer  Pfarrer nach dem biblischen Original, hat mich immer schon wach und offen gehalten für die geistlichen Strömungen innerhalb der Landes- und Freikirchen. Zu DDR Zeiten war ich in der sächsischen Volksmission beheimatet und hatte auch später Kontakt zur geistlichen Gemeinde Erneuerung.

Aktiv beteiligte ich mich am Kanzeltausch bei den Allianzgebetswochen und so wuchs mein geistlicher Horizont ständig durch neue Beziehungen und wertvolle Impulse. Oft empfand ich dabei meine eigene Kirchlichkeit in wachsendem Maß als ungeistliche Bevormundung, die sich jeder biblischen Argumentation durch Traditionalismus verschloss. Schlussendlich gebrauchte der Allmächtige wieder einmal geschichtliche Eruptionen um auch mich nach der Wende dorthin zu bringen, wo ich aufrichtigen Suchens hingelangen musste, nämlich zur Tauf-Erkenntnis.

Viele kamen jetzt und wollten der Kirche beitreten, von denen ich wusste, dass sie weder die Bibel kannten, noch bestrebt waren, ihr ganzes Leben nach ihr ausrichten lassen zu wollen. Zunehmend kam ich mir deswegen als Zeremonienmeister vor, der eine kirchliche Amtshandlung auf Grund von kirchensteuerrechtlichen Ansprüchen zu absolvieren hat, statt als Seelsorger. Dies konnte ich zuletzt nicht mehr länger mit meinem Gewissen vereinbaren. 

Ein Jahr innerer Kämpfe folgte, da ich wusste, was auf dem Spiel stand: das Ausscheiden aus dem Pfarrdienst und damit also auch die Preisgabe unserer Existenzgrundlage. Aber damit nicht genug, sondern zugleich auch ein Auszug aus dem Pfarrhaus. Und das damals mit acht Kindern. Diesen Schritt wagten wir 1992 allein auf sein Wort hin. In diesem Jahr entstand für mich zur eigenen Abklärung eine Arbeit unter dem Titel:                     

„Die Taufe im Licht der Heiligen Schrift, im Licht der Kirchengeschichte und im Licht der Gegenwart“ 

Damit bekam ich genügend innere Sicherheit und Gewissheit, dass ich jetzt Gott und seinem Wort mehr zu gehorchen habe, als nur kirchlichen Satzungen. Obgleich wir nicht wussten, wie es hinterher weitergehen sollte. Besonders schwierig war es für mich, dass ich es letztlich niemandem begreiflich machen  konnte, wieso ausgerechnet ein lutherischer Pfarrer zur Glaubenstaufe gelangt, die in den eigenen Reihen ja als Wiedertaufe verketzert wird.

Damals verglich ich mich mit einem orthodoxen Juden, der Messias gläubig geworden war und ähnliche Leiden aus den eigenen Reihen zu ertragen hat. Denn in beiden Fällen ist es ein Werk, was von oben her geschieht und der kein eigener, aus dem Fleisch geborener, Entschluss ist. Sondern vielmehr ist es eine Würdigung vom Himmel dazu auserwählt zu sein: „die Schmach Christi außerhalb des Lagers“ ( Hebräer 13, 13 ) tragen zu dürfen! 

Bei den Landeskirchen verlor ich damit das Ordinationsrecht, da ich keine Säuglingstaufe mehr praktizierte und bei den Freikirchen konnte man nicht von heute auf morgen für so eine große Familie Wohnraum schaffen. Außerdem wollte man mit der Übernahme eines konvertierten Pfarrers nicht die ökumenischen Beziehungen belasten, wie mir ein Ältester einer Baptistengemeinde mitteilte. So wurde unser Weg immer einsamer und schmaler. Achtzehn Monate wohnten wir noch im Pfarrhaus, aber durften keine Dienste mehr verrichten, weil ein Verfahren gegen mich lief, welches sich über neun Monate hinzog und am Ende feststellte, dass ich nicht gegen die Bibel, sondern gegen das geltende Kirchenrecht  der Augsburger Konfession von 1530 verstoßen hätte, welche die Kindertaufe zur Grundlage kirchlicher Praxis festschrieb, auf die ich doch schließlich ordiniert worden sei. Jetzt erhielten wir eine einjährig befristete Rente bis April 1994.

Im Juni 1993 folgte dann endgültig die Wohnraumkündigung und im Dezember bezog mein Nachfolger sein Amtszimmer, obgleich wir immer noch im gleichen Haus wohnten. In dieser Zeit versahen wir Küsterdienste: stellten die Blumen auf den Altar, legten die Gesangbücher aus und zündeten die Kerzen an. Dann kam die Pfarr-Vertretung und hielt den Gottesdienst. In dieser Zeit weinten wir oft und schrien zum HERRN.

Einige Gemeindemitglieder, mit denen wir bis heute in Kontakt stehen, weinten mit uns, andere wieder grüßten uns nicht mehr. 

Am 4. Januar 1994 schließlich war es dann so weit. Erleichtert zogen wir von Authausen - jetzt Kirchenkreis Delitzsch - nach Leer in Ostfriesland. Eine andere Alternative bot sich uns nach eineinhalb Jahren Ringens nicht. Ein lieber Bruder aus dem freikirchlichem Raum, den wir zu einem Seminar in der Nähe von Wittenberg kennenlernen durften, nahm uns vorübergehend in seinem Missionshaus auf.

Unsere Kinder gingen jetzt nach den Weihnachtsferien plötzlich im „Westen“ zur Schule. Alles war für uns eine enorme Umstellung, die wir ohne jene Geschwister nicht hätten meistern können. Ganz viel Liebe haben wir hier empfangen, so dass wir bald Ostfriesland als unsere neue Heimat empfinden durften. So kam erst einmal unsere Familie wieder zur Ruhe. Doch längst war noch nicht alles ausgestanden, wie es sich bald herausstellen sollte. 

Schon vier Monate waren nun unsere Umzugskartons in einer Garage zwischengelagert, denn kein Immobilien-Makler konnte uns  vermitteln. So mussten wir im April 1994 alle Umzugskartons durchforsten, um uns die Sommergarderobe heraus zu suchen. Auch berufsmäßig tat sich nichts. Alles war wieder wie angestemmt. 

Schließlich wurden aus der angedachten vierwöchigen Zwischenlösung neun Monate und die Situation im Missionshaus wurde für alle Beteiligten unerträglich. Stimmen wurden laut, wir würden uns vielleicht hier einnisten wollen oder gar die Gemeinde spalten und eine eigene gründen wollen. Jetzt bekamen wir den Gegenwind aus den eigenen Reihen zu spüren und wussten uns nicht zu wehren. Plötzlich merkten wir, dass wir „vom Regen in die Traufe“ gekommen waren und wir im ehemaligen Pfarrhaus ruhiger wohnten, als hier im Westen. Doch zurück konnten wir auch nicht mehr. Wieder schrieen wir zum HERRN, er möge sich doch unser erbarmen und endlich eingreifen. Dies tat er dann auch. Im Oktober 1994 bekamen wir ein städtisches Haus auf Mietbasis zur Verfügung gestellt, worin wir noch heute dankbarerweise wohnen dürfen. Das war für uns natürlich erst einmal eine riesige Gebetserhörung. Auch die Glaubensgeschwister waren erleichtert, halfen uns beim Umzug und konnten ihren normalen Missionsbetrieb wieder neu aufnehmen. Hinterher versöhnten wir uns wieder. 

Jetzt arbeitete ich hier und dort, jedoch ohne eine feste Anstellung zu bekommen. Ganze fünf Jahre gingen so übers Land und noch zwei weitere gesunde Kinder schenkte uns der HERR in dieser Zeit dazu. Doch wie sollte alles weitergehen ?

Mit meiner Theologie war ich schon längst ans Ende gekommen. Ich fühlte mich als eine Art „Neuzeit- Märtyrer“- sammelte sämtliche christlichen Warnschriften und apokalyptischen Schreckensmeldungen. Nur konnte ich davon nicht meine Familie ernähren und Arbeitslosengeld bekamen wir auch nicht. Ich wusste mir keinen Rat mehr und auch meine liebe Frau baute zusehens körperlich und seelisch ab. Sie, die mir immer treu zur Seite stand und mir immer wieder Mut machte, - meine mir von Gott geschenkte Stütze -, schrumpfte langsam dahin. Auch unser kleiner, ein paar Monate alter, Simeon, den sie noch stillte, verlor an Gewicht. 

Jetzt bekam ich langsam echte Existenzangst. Wie weit wollte Gott denn noch gehen ? Ich war am Ende. So einen Gott kannte ich bislang noch nicht. 1998 fuhren wir dann erstmalig zu einer sogenannten „Bemessungswoche“ nach  Walzenhausen  - in die Schweiz. Bruder Sasek kannten wir ja bereits schon mehrere Jahre, so dass eine tiefe Vertrauensbasis bestand.

Was mich letztlich überwand, war das Fleisch gewordene Wort und kein Dogma, sondern sein Wesen und das seiner Familie, seiner Mitarbeiter und die Atmosphäre im Haus. Ich spürte einerseits die Liebe zum Sünder, wie andererseits das kompromisslose Nein zur Sünde. Hier wurde mir unmissverständlich klar, wer ich eigentlich wirklich war. Erst als ich darin Gott recht gab und öffentlich kapitulierte, änderte sich unsere ganze verfahrene Situation.  

Trotz Bewahrung im Mutterleib, einem gläubigen Elternhaus -mein Vater war Diakon- trotz Gebetserhörungen von Kindheit an und der schon ganz bewusst erlebten Konfirmation, Glaubens -und Geistestaufe, trotz Theologie bestand ich nicht ungeschoren die Feuertaufe. Wieviel fromm getarnte Selbstverwirklichung, Eigennutz und Arroganz war da noch in meinem Leben dazwischen gesät ! Alles das hatte mich nur stolz gemacht. Darum widerstand mir der HERR, solange bis ich wie ein Hiob bekennen musste :  

„Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, nun aber hat mein Auge dich gesehen.

Darum verwerfe ich mein Geschwätz und bereue in Staub und Asche !“                     Hiob 42, 5f  

Von der Schweiz wieder zu Hause angekommen, schrieb ich zirka 70 Briefe, worin ich alle Verwandten und Bekannten um Vergebung bat und ihnen bekannte, dass ich mich gegen Gott und sie versündigt habe. Dass ich anstelle dort treu zu bleiben, wo mich Gott als Krankenpfleger hingestellt hatte, unberufen und selbstherrlich mir meinen eigenen Weg suchte und obendrein noch meinte, Gott damit zu dienen. Plötzlich musste ich in Seinem Licht erkennen, dass all diese Widerstände nicht Attacken aus dem Feindeslager waren, sondern dass Gott mir widerstand und das es wahr ist, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Spr.16, 18.

Wie ein König Nebukadnezar, in Daniel 4 erkennen musste, dass es Wächter im Himmel gibt, die über einem jeden Menschenleben wachen und aufpassen, dass kein Baum in den Himmel wächst und er als König sieben Jahre mit den wilden Tieren leben musste, damit er hinterher nur dem Höchsten die Ehre gab, so demütigte mich ebenfalls der Höchste sieben Jahre, damit auch ich IHM nicht länger die Ehre raubte. 

Erst durch die Begegnung mit den Glaubensgeschwistern in der Schweiz dämmerte es langsam in meinem Leben und begriff ich allmählich wieso ich meinen Talar gegen einen blauen Schlosseranzug und die Bibel gegen einen Spaten umtauschen musste, nämlich um existentiell zu buchstabieren, dass der Allmächtige regiert und er auch heute noch souverän sein Reich und seine Königsherrschaft aufzurichten vermag, auch ohne einen Herrn Pfarrer

Andreas Flachowsky, der sich innerlich überhob und sich selbst bei allem doch am wichtigsten vorkam. ER vermag aus Steinen Abrahams Kinder zu erwecken (Matth.3,9) und bedarf nicht meiner wohl gefeilten Worte. Der HERR wollte meinen Gehorsam und nicht selbst gesuchte Opfer, wie schon Samuel zu Saul sagen musste:  

„Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als Widderfett“ 1. Samuel 15,22f  Und weiter heißt es dort:

„Ungehorsam ist eine Zaubereisünde und Widerspenstigkeit gleich Abgötterei!“ 

Als ich das erkannte, erschrak ich zu tiefst: Ich - ein Zauberer ? !!  Ich - ein Götzendiener ? !! 

Dieser Moment war die Bekehrungsstunde in meinem Leben.  

Von jetzt verwandelte sich mein Leben.

Nach fünf Jahren Arbeitslosigkeit bekam ich plötzlich wieder eine feste Anstellung in meinem zuerst erlernten Beruf als Krankenpfleger. Meine Frau und der kleine Simeon lebten wieder auf und weitere fünf meiner Kinder entschieden sich nacheinander freiwillig für die Glaubenstaufe.   

Mit all diesen Veränderungen hatte natürlich der tausend Kilometer entfernt von uns wohnende Bruder Sasek direkt nichts zu tun, außer dass er acht Jahre uns im Gebet begleitete und auf diesen Moment wartete. Viele wertvolle Glaubensgeschwister habe ich bis dahin kennen gelernt, aber keinen der dazu gesetzt war, mir als Pfarrer, die Meßlatte anzulegen und an mir eine Art „geistlichen TÜV“ durchzuführen.  

Ich bezeuge hiermit im Vollbewußtsein meiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, dass dieser Dienst der Geschwister von Walzenhausen kein selbstherrliches Menschenwerk ist, sondern dass Gott in seiner Gnade sich hier Menschen zubereitet hat, die in unseren Tagen noch einmal diesen letzten „Türwächter - Dienst“ aufgetragen bekommen haben ! 

Selbst Noah konnte die Tür nicht mehr öffnen, als es für die Anklopfer am Tag, da der Regen fiel, zu spät war !  

 

Lieber Leser ! 

Wie Sie den Zeilen entnommen haben, hat uns Gott auf Herz und Nieren geprüft. Das war kein Zufall, sondern eingetroffene Prophetie: „denn es ist die Zeit gekommen, dass das Gericht anfange am Haus Gottes“, so laut 1. Petrus 4, 17.  Darum hat es mich als Pfarrer schon vor Ihnen getroffen !   Aber eines jeden  Menschen Werk wird im Feuer geprüft werden, schreibt Paulus im 1.Korintherbrief  Kap.3.  Somit stehen Ihnen also ähnliche Prüfungen ins Haus, wie uns. Werden Sie dann noch an Gott festhalten, wenn er alles in Ihrem Leben einmal erschüttern wird, um auf den Grund zu kommen ? Jeder, der nicht in Christus selbst den Grund seines Lebens hat, wird samt seiner ganzen nichts bedeutenden Kirchenzugehörigkeit verbrennen, wie leeres Stroh !

Selbst schon ein Noah wurde nur dadurch gerettet, indem er anfing Gott zu gehorchen und er die Arche baute. Wenn er das nicht getan hätte, wäre er und seine Familie trotz seines Gottvertrauens ertrunken; er mußte eben ganz praktisch etwas mit zu seiner Errettung tun ! Aber dabei durfte er nicht einfach wild darauf zu zimmern, sondern er mußte sich ganz an Gottes vorgegebene Maßangaben halten!  So entstand ein Schiff,  fernab von jedem Wasser - er machte sich lächerlich damit !  Genau aber dieser Gehorsam - war seine Errettung ! 

Was tust du zu deiner Errettung ? Kennst du Gottes vorgegebene Maßangaben ?  Zimmerst du schon an deiner Arche und bist du bereit, dafür das Gespött und vielleicht auch den Zorn deiner Umgebung dir einzuhandeln ?

Wenn ja, zeige ich dir gern unsere „Baustelle“.   

 Andreas Flachowsky 

„Bevor ich gedemütigt wurde, irrte ich.  Jetzt aber halte ich dein Wort“        Psalm  119, Vers  67



 

3. Die Organische Christus Generation ( OCG )
Inhaltsverzeichnis
 


"Wir sollen alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmass des Wuchses der Fülle Christi. Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein" (Eph. 4,13-14).

Was ist OCG?

OCG bedeutet Organische Christus Generation. OCG ist keine neue Denomination oder Kirche. An verschiedenen Stellen der heiligen Schrift, wie z.B. obige, prophezeiten die Apostel eine Vollendung der weltweiten Kirche. Die OCG vertritt dieses Anliegen z.Zt. in 12 Ländern und über 230 Städten. Sie setzt sich aus Christen jeglichen geistlichen Hintergrundes zusammen. OCG arbeitet - überkonfessionell - mit allen Kirchen oder christlichen Gemeinden zusammen, die dasselbe Anliegen auf dem Herzen haben. Wir sollen alle zu der gottgewollten Einheit in Christus gelangen. Die Organische Christus Generation ist nicht eine in Walzenhausen gegründete Bewegung oder neue Denomination. Ihr gehört daher nicht nur an, wer in Walzenhausen die Verbindlichkeit erklärt hat. Die organische Christus Generation ist das, was der Heilige Geist von Grundlegung der Welt an weltweit am Herausgebären ist. Walzenhausen wurde lediglich mit von dieser Geistesbewegung ergriffen und hat 1999 mit der Ausrufung dieses Vollendungswirkens begonnen. Zu dieser organischen Christus Generation zählen alle Christen rund um den Globus, die sich, Kraft der Offenbarung, tatsächlich und messbar in dem Geheimnis des Christus erweisen. Wer immer die OCG auf eine "Walzenhausen-Bewegung" beschränkt, engt die Wahrheit sträflich ein und erstickt diese Bewegung in einem neuen Denominationstopf. Die organische Christus Generation wird kommen und sich unaufhaltsam weltweit durchsetzen, mit oder ohne Walzenhausen.

Gesunde Grundzellen

Hauptschwerpunkt der OCG liegt in der Wiederherstellung der christlichen Lebenspraxis in der kleinsten Zelle, sprich zu Hause im eigenen Familienkreis. Jedes Staatswesen, sei dies sozialer oder geistlicher Natur, kann nur gesund funktionieren, wenn seine kleinste Zelle gesund funktioniert. Sämtliches Lehrmaterial der OCG zielt darauf ab, gesunde christliche Ehen und Familien hervorzubringen. OCG fördert auch Lebensgemeinschaften jeglicher Größe, um diese gesunde Grundbasis in der Gesellschaft zu fördern. Die biblischen Ordnungen gelten dabei als höchste Norm. Die Männer übernehmen ihre Führungsrolle wieder in Liebe. Die Frauen und die Kinder üben sich, als dem Herrn, in der Rolle der Unterordnung usw.usf.

Organisches Zusammenleben

Ziel der OCG ist, bildhaft gesprochen, eine Funktionstüchtigkeit in der Art des gesunden, menschlichen Organismus. So wie jeder menschliche Körper aus verschiedenen Organen besteht und doch eine einzige Einheit bildet, so soll jeder Christ, beginnend in der eigenen Familie, ergänzend mit seinen Nächsten zusammen wirken. Unterschiede bedeuten Ergänzung nicht Konkurrenz. Organisches Leben meint einander gebendes und dienendes, nicht einander beherrschendes und ausbeutendes Leben. Geben ist glückseliger als Nehmen. Grundlage dieses organischen Lebens soll ein beständiges Leben in der Wahrheit und Offenheit, in Gerechtigkeit, Frieden und Freude im Heiligen Geist sein. OCG meidet jegliche Form von geistlichem Extremismus und Spaltung. So wie der Körper jedes einzelne Organ dringend braucht, so brauchen sich die Menschen in Christus gegenseitig dringend.

OCG-Einsätze

Sämtliche OCG-Einsätze zielen darauf ab, zerbrochene Ehen, Familien und Einzelpersonen wieder herzustellen und in ein harmonisches Gleichgewicht zum Gesamten zu bringen. Sämtliche Dienstleistungen der OCG erfolgen unentgeltlich und ohne Spendenaufrufe. Die Finanzierung geschieht durch aktive Mitglieder der OCG, die diese Einsätze auf eigenen Wunsch und eigene Verantwortung durchführen. OCG will nicht staatlich oder sonst wie verbindlich subventioniert werden. Alles soll aus freiem Willen und selbstloser Liebe geschehen.

Zeugnisse von Wiederherstellungen

"Aus zweier oder dreier Zeugen Mund wird jeder Ausspruch bestätigt werden." (5. Mose 19,15)

Es haben auch andere Geschwister ihr Schweigen beendet, um beispielhaft Zeugnis zu geben, was Gott in ihrem Leben durch den Dienst von Ivo Sasek getan hat.

Sebastian Möhring
Familie Aschmer
Daniel Scheiber
Familie Scheidt
Familie Gruber
Familie Erne



Weitere Informationen über Werk und Dienst von Ivo Sasek sind zu finden unter:

www.novatorium.de

www.ivo-sasek.de
www.organic-christ-generation.de (auf Englisch)

           





 
 

4. Vertreter der OCG bei Dr. theol.  Harald Lamprecht in Dresden
Inhaltsverzeichnis
 


Am 27.Mai 2002 folgte ich mit zwei weiteren Brüdern der OCG aus Sachsen einer Einladung von Herrn Dr. Lamprecht nach Dresden. Hier tagte der Arbeitskreis für Konfessionsforschung von der evangelisch -lutherischen Landeskirche Sachsen. 

Im Dresdner Landesjugend- Pfarramt , in der Caspar - David - Friedrich - Straße 5, wurden wir herzlich begrüßt und gegen 9.30 Uhr zu einem gemeinsamen Imbiß mit eingeladen. 

Nach einer sich anschließenden Andacht und einem Lied stellten wir uns gegenseitig vor. Hinterher berichteten wir in zwangloser Atmosphäre, auf welchem Weg ein jeder von uns in Berührung mit Herrn Sasek kam. Wir konnten dabei alle einstimmig bezeugen, wie ein jeder von uns innerlich auf seine Botschaft vorbereitet war. Und dass es sich hier nicht um einen blinden Personenkult, sondern um eine Identifikation mit der in seiner Verkündigung enthaltenen Wahrheit, handelt. 

Noch im Vorfeld erbaten wir uns, das sämtliche aus dieser Begegnung entstehenden Veröffentlichungen uns erst vorgelegt werden möchten. Dies sicherte man uns selbstverständlicherweise zu. Diese nun folgenden Zeilen sind Protokollauszüge aus der Mitschrift von Herrn Dr. theol. H.Lamprecht, die er uns freundlicherweise - wie vereinbart - nachsandte.

 

„Protokoll zur Tagung der AG Religiöse Gemeinschaften am 27. Mai 2002

Thema: Ivo Sasek  /  Organische Christus Generation 

Literatur:    

Die Frage, ob es stimmt, dass vor anderer auch christlicher Literatur gewarnt und nur Lektüre von Ivo Sasek empfohlen wird, wurde im wesentlichen verneint, auch wenn eingeräumt wird, dass solche Äusserungen als „Kinderkrankheiten“ durchaus aufgetreten sein können. Sie seien aber von Sasek nicht gewollt.

Strukturen und Leiterschaft

Die Verneinung von eigenen Strukturen wurde hinterfragt. Das Selbstverständnis ist nicht das einer Gemeinde sondern einer Bewegung. Die Struktur wird von den „ganz kleinen Gemeinden“ bestimmt: der Familie. In diesem Bereich müssen die grundlegenden Verhaltensweisen zuerst praktiziert werden, dann kann man über Grösseres gesetzt werden. Führer werden von Gott ein- und abgesetzt (Vgl. Saul), d.h. auch jeder Leiter muss von Gott bestätigt werden. (Wie das konkret zu erkennen ist, blieb offen.).

Ivo Sasek leitet nicht durch Anweisungen, sondern im Team, wobei Entscheidungen nicht auf Stimmenmehrheit basieren, sondern Stimmeneinheit zusammenkommt, was nur unter göttlicher Führung möglich sei und als Beleg dafür gesehen wird, dass die Autorität von Gott her ausgeübt wird. Der Mann ist das Haupt der Familie. Dennoch sind auch vier Frauen im Leitungsteam. („Wo Männer sich dem Geist verschließen, nimmt er Frauen“).

Kriterium ist die Bewährung in der Arbeit. In der Gemeinschaft sind auch Alleinerziehende, auch Geschiedene, auch Wiederverheiratete dabei. Entscheidend ist, was der Geist Gottes durch das gemeinsame Zeugnis bestätigt. 

Inhaltliche Schwerpunkte 

Auf die Frage nach Unterschieden zur ev. Kirche wurde vor allem die praktische Ethik benannt: Es sei in der Kirche nie gefragt worden, „wie sieht es bei dir in deiner Familie aus?“. Bei Ivo Sasek sei das Gegenteil der Fall. Eigenwilligkeit, Stolz und der eigene Verstand müssen immer wieder gekreuzigt werden. Die Suche gilt nicht mehr der friedlichen Koexistenz, sondern dem Ein-Fleisch-Werden. Ganz im Kleinen treu zu sein und Busse zu tun- das ist die Hauskreisarbeit, die Gott angeschoben hat. Es sind soviele religiöse Geister, die fast die Wahrheit sagen, aber eben nicht die Wahrheit. Ivo Sasek hat alles weggegeben und nur Gott vertraut, hat kein festes Einkommen, sondern Gott als Versorger. In der Arbeit mit sechszehn Drogensüchtigen hat er gelernt, dass diese schnell fromm reden konnten aber nicht wussten wo das Brotmesser hingehört. Darum steht die Einübung in ein christliches Leben im Vordergrund der Arbeit. Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit. Jeder Gläubige muss zuerst bei sich selbst beginnen und sich fragen: Wo stehe ich? Was gefällt Gott nicht? Wenn das eigene Leben in Ordnung ist, kann das nicht verborgen bleiben. Ivo lehrt auch immer den Weg, wie etwas im Leben umgesetzt werden kann. Als Erfahrung der eigenen Biographie nach fünf Jahren Arbeitslosigkeit nannte Herr Flachowsky: „Du musst Gott suchen. Wenn das Leben stimmt, wird Gott das besiegeln. Wer sich davor scheut, wer nicht Busse tut, den wird Gott abweisen.“

Glaubenspraxis, Gottesdienst und Sakramente 

Eine Einbindung in eine konkrete christl. Gemeinschaft am Wohnort bestand nicht für alle Gäste. Gottesdienste spielen offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Herr Prosch gab an ein- bis zweimal im Monat in die Schweiz nach Walzenhausen zu fahren und dort am Gottesdienst teilzunehmen. Herr Flachowsky bezeichnete in Anlehnung an Römer 12.1 die Nachfolge im Alltag als den vernünftigen Gottesdienst. Der Gottesdienst ist immer so gut oder so schlecht, wie auch der Alltag. Das Herrenmahl wird in Walzenhausen nicht regelmässig sondern „nur bei Bedarf“ praktiziert. Bei Bedarf wird es auch allein genommen. Eine ausgebildete Sakramentslehre existiert nicht.

Mission 

Ivo Sasek habe keinen Grössenwahn, der ihn von der Schweiz nach Sachsen treibt, sondern sein Anliegen richtet sich an die ganze Welt. Es gehe nicht darum, meine/deine Schäfchen zu unterscheiden, sondern er leidet, wenn jemand verloren geht. Sie wollen nicht in fremden Gewässern fischen, sondern sich denen stellen, die Hilfe suchen. 

Protokoll: Dr. Harald Lamprecht“        (Ende des Zitats)
 

Wer also in Zukunft etwas anders Lautendes hört oder weitergibt, sollte es bitte erst an diesen Zeilen prüfen, denn auch diesbezüglich gilt Offenbarung 22, 18 und 19 !


 

5. „Werde wach und stärke das übrige, was sterben will !“ Offenbarung 3,2
Inhaltsverzeichnis
 


D
er Fall „Sasek“ beweist:  So funktioniert moderne Inquisition 

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Doch lesen Sie selbst:

„Tragen Sie Ihre Waffe bei sich ?“ -  „Meine W...  wie bitte ?“ 

„Wir sind verpflichtet, Sie auf allfälligen Waffenbesitz zu untersuchen, bevor wir einsteigen.“    

„ Spätestens nach diesen Worten des Kriminalbeamten war mir bewußt, dass es sich um mehr als nur eine Befragung handelte - ich war verhaftet.“

Ivo, Sasek wurde am Donnerstag, den 28. Juni 2001 gegen 8.30 Uhr, direkt nach seiner persönlichen Bibellese aus seinem Büro von einem Kantonpolizisten, sechs Kriminalbeamten und einem Untersuchungsrichter verhaftet. Auch seine Frau und seine zehn Kinder transportierte man nach St. Gallen zur gerichtsmedizinischen Inspektion, um sie auf Folgen von Kindesmißhandlungen zu untersuchen. 
 

Wer ist Ivo Sasek und wie konnte es soweit kommen ?? 

Als ehemaliger Pfarrer habe ich Herrn Sasek 1991 auf einer Kirchenwoche im Vogtland kennen gelernt. Sein Lebenszeugnis, sein umfassendes Bibelwissen, die Eindeutigkeit seiner Predigtauslegungen, seine treffsichere Beurteilung (un)-geistlicher Ereignisse unserer Tage wiesen ihn als einen von Gott autorisierten Bibellehrer aus. Gerade um dieser Dinge wegen wurde er ja auch als Referent eingeladen. 

Im August 1992 - nach meiner Glaubenstaufe - die mich zur Exkommunizierung aus dem Pfarrdienst führte, lernte ich Herrn Sasek, seine Familie und sein Werk näher kennen. Dabei erging es mir so ähnlich wie der Königin aus Saba bei Salomo: alles war innerlich und äußerlich einfach vorbildlich und geordnet. Wortlos mußte man bei sich selbst irgendwie wahrnehmen, was alles im eigenen Leben noch im Argen lag. 

Diese geläuterte Atmosphäre war die Folge einer jahrelangen Rehabilitationsarbeit an psychisch erkrankten Personen sowie an Suchtpatienten, um die  sich Herr Sasek und sein Team selbstlos mühten. Dabei entdeckten sie, dass jenen nur dann bleibende Hilfe zuteil wurde, wenn  sie erst bei sich selbst als Therapie - Team begannen, in der absoluten Selbstreinigung zu leben. Denn ansonsten fehlte ihren Worten die entscheidende Umsetzungskraft. 

Unzählige Menschen fanden hier - in Walzenhausen ( Schweiz ) - seitdem ein neues Leben. Natürlich kann laut Mtth.5,14 „die Stadt auf dem Berg nicht verborgen bleiben“ und so wuchs diese kleine „Zelle“ mittlerweile zu einem heute nicht mehr wegzudenkenden, Länder übergreifenden „Organismus“, an. 

Viele Menschen, die von der Welt und leider auch von den meisten Kirchen enttäuscht wurden, fanden hier nach oft jahrelangem Suchen wieder Rat und Hilfe. Nur jene geheilte Menschen waren es, die nun durch ihr eigenes verändertes Leben „Werbung“ machten. Bruder Sasek selbst wollte nie von sich aus nach „draußen“ gehen. Erste Priorität hatte bei ihm die Familie!  Wie anders war es doch unter uns Pastoren !

Immer mehr wurde Herrn Sasek bei der Anamnese- Erhebung  (= der Erkrankungsvorgeschichte ) in seiner seelsorgerlich- therapeutischen Arbeit  bewußt: lagen die Anfänge der meisten Fehlentwicklungen seiner Klienten schon im frühen Kindheitsalter ! „Wieviel Umwege und Ärger“ - denkt er - „hätte sich doch der Betreffende selbst, sowie der Staat, die dafür aufwendigen Gelder ersparen können, wenn man schon im Vorschulkindesalter konsequent gegen ihr Fehlverhalten vorgegangen wäre !“ (=Krisenintervention ) 

Diese Erkenntnis nötigt ihn am Ende der achtziger Jahre über die Ehe- Familien und Erziehungsproblematik tiefer nachzudenken. Schließlich erwächst als Frucht daraus, eine vierzehnteilige Bibel - Lehrserie zum selbigen Thema. Ungesucht und nicht ahnend, dass ihm daraus ein Strick gedreht werden würde, beschäftigte er sich erst in der zehnten Kassette mit dem brisanten Thema der Züchtigung. Unter dem Gesichtspunkt: „bekämpfe das Übel, solange es klein ist“, vertritt hier Herr Sasek die klare biblische Erziehungsform, wie sie in unserer Generation von unseren Eltern an uns, zwar nicht immer korrekt - aber welche Eltern sind schon vollkommen ? - angewandt wurde: nämlich die, mit der Rute. 

Aufgrund der antiautoritären Unterwanderung auch vieler christlicher Familien kann er diesen Punkt an dieser Stelle nicht genügend betonen. Sieht er doch täglich, wohin so eine zuchtlos gewordene Generation gekommen ist: noch nie gab es ,statistisch nachweisbar, so viele Verbrechen, seitdem diese - jegliche Autorität von sich weisende - Jugend, destruktiven Einfluß auf eine gesamte Gesellschaft gewonnen hat! (ZB. Schul – Mord Erfurt) 

Am Ende aller seiner Publikationen, so auch diesmal, warnt er wieder ausdrücklich davor, dass gerade diese Kassette nicht aus dem Gesamtkontext gerissen werden darf. Die Rute ist kein Allheilmittel, sondern nur eine Art –affektfreie- Notbremse zur Verhütung von Schlimmerem ! ( Kassette wird nicht mehr vertrieben! ) 

Entgegen den warnenden Worten des Autors gerät diese Kassette losgelöst von allen mehrstündigen Ausführungen zum Thema in die Hände eines Juristen. Ungeachtet einer fünfzehnjährigen Rehabilitationsarbeit, deren Ergebnisse Beachtung verdienen und ihresgleichen suchen, nämlich Menschen, die einst von Drogen gezeichnet, dank aber der Reha- Arbeit in Walzenhausen dem Ruin entgingen und jetzt verantwortungsvolle Mitbürger geworden sind, passiert ihnen, das für mich in einem Rechtsstaat unglaublich Gehaltene: 

Verhaftung, Registratur in der Verbrecherkartei, mit Foto von Vorn und von der Seite, sowie die Abnahme der Fingerabdrücke und genetische Identifikation mittels Speicheltest. Des weiteren eine Hausdurchsuchung mit Beschlagnahmung sämtlicher Adresslisten. 

Somit führt man Herrrn Sasek und seine Anhänger an „der langen Leine“. Auf der Verdächtigen - Liste stehen sie ja schon einmal. Sein Ruf ist öffentlich ruiniert und Gemeinden vorgewarnt, wenn sie seinen Namen hören. Wer fragt schon danach, was die gerichtsmedizinische Untersuchung an seinen Kindern ergeben hat ? Natürlich konnten keine Befunde festgestellt werden, die auf Kindesmißhandlung hätten im Geringsten hindeuten können ! 

Ein Teilziel aber dieser antichristlichen Kräfte ist durch Mithilfe der Presse, die ihn als „Prügelguru und Kinderschänder“ groß diffamierten, erst einmal erreicht. Weitere Schritte kann man sich ja jetzt vorbehalten. 

Rückendeckung zu diesem unerhörten Angriff, auf eine für mich „christliche Vorzeige - Familie“, die ich seit nun mehr als zwölf Jahren kennen und schätzen gelernt habe,  geschieht durch die „Evangelischen Informations -stellen für Kirchen- Sekten- Religionen“ , die schon länger vor der Sasek’schen Theologie und ihrer Psychodynamik  warnen.

 

Persönliche Stellungnahme zu diesem Vorfall:  

Wer ein wacher Beobachter der aktuellen Zeitgeschehnisse ist, muß mit Erschrecken feststellen, welche geistig- kulturelle Wende sich in den letzten Jahren in unserem Land vollzogen hat. Unliebsame Christen werden offenbar immer mehr zur gesellschaftlichen Zielscheibe. Mit Hilfe der Medien werden sie heute „zum Juden“ - „zum Sündenbock der Nation“ gemacht.  

Bereits schon vor acht Jahren sagte der Vorsitzende der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, der Tübinger Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus, in der Zeitschrift Topic 11/96: 

„Bibeltreue Christen stehen in der westlichen Welt vor einer Zeit des Leidens und des Martyriums. Dies ist die Meinung von 170 Deligierten und Gästen aus 15 Ländern des Internationalen Bekenntnis - Kongresses, der im niederländischen Drogeham stattfand. Zu den Formen des Leidens gehörten Verspottung, der Vorwurf des Fundamentalismus und des Gebrandmarktwerdens als Feinde des menschlichen Fortschritts und des Überlebens der Menschheit, so die Formulierungen in der Abschlußerklärung des Kongresses. Bibeltreue würden immer mehr an den Rand von Kirche und Gesellschaft gedrängt und als altmodisch belächelt.“ 

Fragen wir uns, wieso es heute - im vereinigten Europa - zu dieser schleichenden antichristlichen Blockbildung und deren Menschenleben- und Familien zerstörenden Verfolgung kommen kann, so mögen Sie in den weiteren Ausführungen hoffentlich eine einleuchtende Erklärung hierfür finden.  

Was jeder Christ über den Ursprung der Ökumene wissen sollte ! 

Der geistige Vater der Ökumene war Nathan Söderblom, Erzbischof von Uppsala / Schweden.

Seine Inspiration von der einen Welteinheitskirche, in der sämtliche Religionen gleichberechtigt Platz haben sollen, empfing er 1904 in dem Feuertempel: „Ahura -Mazda“ von Wadia bei Bombay  durch den damaligen indischen Oberpriester Rastanji Edulji. Nachdem er die Insignien der heiligen Priesterwürde von ihm empfing, wertet er im Laufe seiner Amtszeit das absolute Schriftprinzip „sola scriptura“ = „allein die Schrift“,  sowie die gesamte Reformation ab ! Er stellt eine neue Leitidee unter dem Motto auf: „revelation continue a travers les genies religieux“ zu deutsch:

                                       Die fortgesetzte Offenbarung durch religiöse Genies  !!! 

Infolgedessen läßt er in seiner sogenannten „Offenbarungskirche“ in der Nähe von Stockholm -in Saltsjoebaden- neben der Statue von Mose auch die Statuen von Sokrates und Plato auf je einen Sockel setzen. 

(  aus „Was ist Kirchengeschichte ? Maßstäbe und Einsichten“  von Prof. Dr. Joseph Chambon ) 

Diese sogenannten religiösen Genies, vor denen man heute in keiner Sektenberatungsstelle warnt, sind es, die nach fast 100 jähriger Ökumene- Arbeit ihren babylonischen Turmbau zu einer Welteinheitskirche bald fertig gestellt haben. Jeder, der sich dann nicht irgendwie in dieses aus sämtlichen Religionen gezimmerte Bauwerk integrieren läßt, wird dann von deren Bauherren als „Stein des Anstoßes verworfen werden“ und  wie Prof. Beyerhaus sagte:

an den Rand von Kirche und Gesellschaft gedrängt ... und als Fundamentalist und Feind des menschlichen Fortschrittes verfolgt werden“ Und das in Zukunft auch mit rechtsstaatlichen Mitteln hier im „Westen“, wie es der Fall Sasek vom 28. Juni 2001 beweist. 

Für diskriminierte Minderheiten, wie Schwule und Lesben hat man solange um Solidarität und Gleichberechtigung gekämpft, dass es möglich geworden ist als Kirchentagsbesucher, im Rahmen des Kirchentages in Frankfurt (2001), offiziell ein Bordell zu besichtigen. Auf der anderen Seite aber werden solche  Leute, wie Herr Sasek, denen es  um die reine Lehre des Wortes und die wahre Kirche Jesu Christi geht, auf die Anklagebank gesetzt. Plötzlich sind die „Bibeltreuen“ zur diskriminierten Minderheit geworden. Wo bleibt ihnen gegenüber die Solidarität und Gleichberechtigung seitens der offiziellen Kirche und ihre viel gepredigte Toleranz ?

JESUS sagt in Mtth.7,15f: „Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reissende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!“ 

Die Früchte der Ökumene sind Religionsvermischung, die Preisgabe biblischer Normen und das gezielte Vorantreiben sowie Durchsetzen veränderter ethischer Masstäbe auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Auf diesem Weg entsteht eine neue Weltordnung, eine Art geistige Globalisierung. Die gesamte Menschheit – das bedeutet sinnbild- lich das Wort „ökumene“ wird so immer mehr zu einem „Einheitsdenken“ gedrillt! Anstelle vom Wort Gottes, das jeder nach eigenem Belieben auslegen und bis zur Homosexualität heute als besonderes Charisma ausleben darf, treten Menschen Worte! Sie aber werden gleich zum unumstösslichen Gesetzt erhoben, wie zum Beispiel das Anti-diskriminierungsgesetz, das den Gesetzgeber bevollmächtigt, jeden strafrechtlich zu verfolgen, der es zum Beispiel wagt die Homosexualität öffentlich als Sünde zu brandmarken, da er damit eine gesellschaftlich anerkannte Minderheit diskriminiert. Somit ist der Weg des Antichristen gebahnt. Mit dem Schafspelz des Humanismus verschafft  er dem Sünder gesetzliche Sicherheit und Zuflucht, jedoch der Gerechte kann so als Gesetzesbrecher belangt werden. 

Heute ist die Stunde der Wahrheit gekommen, in der sich jeder Christ entscheiden muss, auf welcher der beiden Seiten sein Platz ist!

Bruder Ivo Sasek hat sich wie einst Daniel für den wahren Gott entschieden. Er kam zwar nicht in die Löwengrube, dafür aber ins Untersuchungsgefängnis. Wie Daniel war er auch nur einen Tag in dieser Bedrohung, weil man an ihm ebenfalls kein Unrecht finden konnte! Und wie hinterher Daniel nur noch mehr Macht von Gott verliehen bekam, so erweist sich heute - immer noch der gleiche Gott - an Ivo und der gesamten OCG! Komm - überzeuge dich selbst!   

NACHWORT 

Zum guten Schluss darf an dieser Stelle ein ehrliches Eingeständnis nicht fehlen. Zwei Jahre nach Fertigstellung dieser Zeilen habe ich dennoch gezögert, damit in die Öffentlichkeit zu gehen. Gerade nach dem, was mit Familie Sasek geschah, wurden wir an unsere DDR –Vergangenheit erinnert, denn auch wir wussten, dass unsere Telefon- gespräche von der Stasi abgehört und unsere Post kontrolliert wurde. Doch was ich damals nicht ahnte, war, dass längst überwunden geglaubte Zeiten, sich auf einmal auf einem weit raffinierterem Niveau so schnell wiederholen würden: was damals dort heimlich bei Nacht und Nebel geschah, geschieht hier und heute über sämtliche Medien. Ausposaunt am hellichten Tag! Nur das weit Fatalere heute ist, daß es kaum noch jemanden interessiert. Oder es wird gar ungeprüft diesen Meldungen Glauben geschenkt. Dadurch sind  dem Diabolus  Tür und Tor geöffnet! 

Darum lautet die erste Priorität: verschaffe dir zuerst selbst ein Bild und prüfe aufrichtig vor Gott, was stimmt und was nicht! Ansonsten wirst du zum blinden Blindenführer! Auch ich beobachtete die Bewegung der OCG über Jahre aus Distanz und war auf Grund meiner Ausbildung und vieler Enttäuschungen kritisch genug, um mich nicht gleich wieder ungeprüft und unbedacht irgendwo anzuschliessen! Was mich aber letztlich überzeugte oder besser gesagt regelrecht überwand, war das offenbare Leben selbst! Nicht nur in den Versammlungen, sondern allezeit! Vierundzwanzig  Stunden am Tag war das Leben  der Massstab und nicht die Zugehörigkeit oder fromme Bibelzitate! Dort ist so viel Licht, dass es nur einer aushält, der wirklich auch das Leben im Licht liebt. Darum braucht man vor dieser Bewegung gar nicht warnen, weil sich ohnehin dort alle Geister scheiden!  

Doch das ist zugleich auch der eigentliche Knackpunkt! Solange das Original fehlt, glaubt man jeder Kopie oder man sagt gleich, man könne sich nicht sicher sein. Das ist der traurige Zustand der realen Ökumene. Hier kann eben jeder nach „seinem Glauben selig werden!“ Beweis: Die Landeskirche Braunschweig unterhält jährlich acht ökumenische Studenten, die für vier Jahre weltweit an sozialen Brennpunkten ihre Erfahrung sammeln können und so einen Beitrag leisten, um das interkulturelle und interreligöse Zusammenwachsen der Menschheit zu fördern. Jeder kann sich dort bewerben: Atheisten, Islamisten und selbstverständlich auch Christen. Das würde keine Rolle spielen.

So hörte ich es unlängst auf NDR- Info während einer Autofahrt. ( Januar 2004) 

Was ich damit sagen will:

Meine seit Jahren gewachsene, zur Überzeugung gewordene Beobachtung ist die: jeder der innerhalb der Ökumene tätig wird, hat irgendwo auf dem „frommen Markt der Möglichkeiten“ einen Stand, ganz gleich, was er gerade vertritt! Gefährlich wird es nur für die, die das bunte Treiben nicht länger aus Gewissensgründen ertragen und das Ökumeneschiff verlassen. Diese werden dann als Sektierer und Fundamentalisten verschrien!  

So war es auch in der DDR. Solange man dem System treu blieb, störte sich keiner gross an kritischen Witzen. Nur wer es nicht länger mehr ertragen konnte und einen Ausreise Antrag stellte, erlebte die Hölle! So ähnlich ergeht es heute jeden, der sich nach Hebräer 13, 13f:

„aus dem Lager zu IHM hin aufmacht, um Seine Schmach zu tragen, weil er hier unten keine bleibende Stätte mehr hat, sondern nur noch die Zukünftige sucht!“ 

Zu weiteren Anfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung:  Andreas Flachowsky  26789 LEER  Juister Weg 6.

 

„Weil du das Wort von meinem Ausharren bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der

Versuchung, die über die ganze ( wörtlich ) Ökumene  kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde

wohnen. Ich komme bald.  Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!“

 

Offenbarung 3, 10f

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